Restriktives Oberwallis

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Übernachten im Wohnmobil verboten

Hexenplatz, nicht erlaubt, zu übernachten?

Letzten Samstag erschienen im Walliser Boten zwei Artikel, einer mit dem Titel „Nichtwissen schützt vor Strafe nicht“ und „Mit dem Camper auf der Suche nach Freiheit“. Beide Artikel sind von Lisa Rovina aufbereitet und recherchiert. Grundtenor: die Wohnmobile und Freizeitfahrzeuge ohne Toilette und das Feuer entzünden beim Wildcampen sind die Probleme.

Es werden vermehrt Verbotsschilder aufgestellt und Polizeipatrouillen machen jagd auf Widcamper. Es drohen Bussen bis 500.-. Das Problem aber; in vielen Gemeinden ist es nicht erlaubt, in einem Fahrzeug zu übernachten. Im ersten Artikel wird ein Interview geführt mit dem Polizeikommandanten, und darin finden sich sehr interessante Aussagen. Darunter wörtlich: „Es braucht grundsätzlich nicht mehr Stellplätze. Der Bezirk Leuk hat die höchste Dichte an Campingplätzen in der Schweiz.“ Und weiter „Das Problem liegt bei den VW-Bussen oder sogenannten Sprintern“ was das auch immer heissen möge. In der vom Polizeikommandanten betreuten Gebiet, acht Gemeinden mit einer Fläche von 200km2 gibt es nur den Stellplatz Lampertji in Gampel

Wenn man den ganzen Artikel liest, kommt man zum Schluss, dass nicht mal auf dem Hexenplatz, dem mit einer Womo-Tafel versehen Parkplatz in Leuk übernachten darf.

Der Artikel wartet nur darauf, dass wir von Wohnmobilland Schweiz Kontakt mit der Polizei dort aufnehmen, was wir natürlich schon gemacht haben. Wir sind nun auf die Antwort des Polizeikommandant gespannt.

Ach ja, im Artikel wird aber auch erwähnt, dass in der Gemeinde Bellwald Wildcamper für eine Nacht willkommen sind.

Wenn wir das Oberwallis besuchen, bleiben wir also möglichst auf den offiziellen Stellplätzen…


PS: eine Anfrage läuft, ob wir die Artikel hier veröffentlichen dürfen.

19.6.2023

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