Stellplatz-Prognosen 2021

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Was erwartet uns dieses Jahr

Es ist nicht die einfachste Zeit, um Prognosen über dieses Jahr aufzustellen. Versuchen wir es trotzdem.

Wenn alles gut geht und viele geimpft sein werden, können wir eventuell im Herbst in Europa wieder normal umherreisen. Bis dahin wird es nicht ganz einfach sein. Bekommen Geimpfte einen Vorteil? Die Regierungen sträuben sich noch dagegen, aber sollen wirklich alle nur aus Solidarität zu Hause bleiben und die Wirtschaft weiter darben lassen? Schlussendlich wird das Geld gewinnen und die mit dem Picks dürfen vorher reisen, damit die gebeutelte Wirtschaft und Touristikbranche sich ganz langsam erholen kann.

Viele werden sich noch vor langen Auslandreisen in Acht nehmen und im eigenen Land bleiben. So ist es ziemlich klar, dass viele Campingplätze ziemlich voll sein werden. Im Sommer mit dem Womo spontan Campingplätze anzufahren, dürfte nicht die allerbeste Idee sein. Also bleiben die Stellplätze.

In Deutschland sind die Wohnmobilisten noch eingesperrt, Beherbergungsverbot heisst auch Übernachtungsverbot mit dem Womo. Unsere Nachbarn sind seit November zu Hause und wenn dort geöffnet wird, wird ein Run sondergleichen losgehen. Mosel, Rhein, Nord- und Ostsee werden die Stellplätze augenblicklich rappelvoll sein. Es wird viel weniger Spanien-, Portugal- und Italienreisende geben, also sind wie letztes Jahr extrem viele Einheimische mit dem Womo in Deutschland unterwegs. Die Stellplätze sind gefüllt. Wer nicht schon vor dem Mittag ankommt und sich einen Platz ergattert, wird keinen Platz mehr finden. Die Situation diesen Sommer in Deutschland beurteilen wir nicht wirklich empfehlenswert für Touren. Auch, weil sich dort die Anzahl Stellplätze gegenüber den letzten Jahren nicht gross ändern wird.

Frankreich, Italien und Spanien werden wohl weniger Touristen empfangen wie üblich, auf den Stell- und Campingplätzen wird es je nach Region ziemlich Platz haben. Es dürften dort mehrheitlich keine Probleme auftreten.

Auch in der Schweiz werden sehr viele im eigenen Land umherreisen, statt ins Ausland zu gehen. Wir haben aber einen entscheidenden Vorteil: letztes Jahr haben wir 113 neue Stellplatz-Möglichkeiten geschaffen, dieses Jahr rechnen wir mit rund 60 neuen Plätzen. Das Angebot vor der Pandemie betrug nicht einmal 100 offizielle Plätze, Anfangs diesen Sommer werden wir ca. 260 Stellplätze haben. Es ist noch immer zu wenig, aber doch so, dass man nicht immer Angst haben muss, keinen Übernachtungsplatz zu finden. Wir unternehmen nun auch Bemühungen, dass auf einem Stellplatz beschrieben ist, wo die umliegenden anderen Stellplätze sind und der eine oder andere wird einen Ausweichplatz zur Verfügung stellen können, falls er total besetzt ist.

Die Situation in der Schweiz beurteilen wir nun sogar besser wie in Deutschland. Die Anstrengungen hier sind auf breiter Front grösser, um den Wohnmobilisten Infrastruktur bieten zu können. Dies hat auch mit WohnmobilDinner zu tun: damit standen wir jetzt im Winter auch in den Medien, die Womos wurden wahrgenommen und vorallem ganz wichtig: einige Tourismusregionen haben gemerkt, dass wir Wohnmobilisten Umsatz generieren können.

Noch ist nicht alles perfekt, aber wichtig ist momentan einfach, dass wir dieses Jahr auch in der Schweiz reisen und übernachten können. 

Wir werden dies schaffen und freuen uns also auf die kommende Reisezeit.

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